Auf zum Kampf gegen die Schlangen im Paradies!

Was Papst Franziskus zu Fake News und alternative Fakten sagt, warum wir mehr (Qualitäts-) Journalismus brauchen und den Mindestlohn für Internetworker. 

Fake News sind spätestens seit der Amtseinführung von US-Präsident Donald Trump vor etwas mehr als einem Jahr in aller Munde. Jetzt wurde „Alternative Fakten“ zum „Unwort des Jahres“ 2017 gekürt und Papst Franziskus hat diese zum Mittelpunkt seiner Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel 2018 gemacht, die am Mittwoch erschienen ist. Das Kirchenoberhaupt ruft darin in Anlehnung an den Sündenfall im Paradies zum Kampf gegen die „Schlange der Unwahrheit“ auf. Dabei wendet er sich vor allem an Diejenigen, die zuletzt oftmals eher nur ohnmächtig den Falschmeldungen gegenüberstanden: Den Journalisten. Sind Fake News nun eher das Ende für den (Qualitäts-) Journalismus oder kommt gerade jetzt erst dessen Sternstunde?

Als Antwort auf Fake News und alternative Fakten ruft Papst Franziskus zum Handeln auf: „Niemand von uns kann sich der Verantwortung entziehen, solchen Unwahrheiten entgegenzutreten.“ Dabei verdeutlicht der Pontifex, dass keine Technik, sondern nur Menschen das Problem lösen können: „Personen, vom Guten angezogen, die bereit sind, die Sprache verantwortungsvoll zu gebrauchen“.

„Hüter der Nachrichten“

Für Papst Franziskus ist klar, dass Journalisten [und Journalistinnen] eine „Mission“ brauchen: „Trotz der Kurzlebigkeit der Nachrichten und im Strudel der Sensationspresse darf er [sie] nie vergessen, dass im Zentrum der Nachricht der Mensch steht – und nicht, wie schnell eine Nachricht verbreitet wird und welche Wirkung sie auf das Publikum hat.“ Der Heilige Vater fordert einen Journalismus, der nicht durch „Schönfärberei“ oder durch das Streben nach „lukrativer“ Vermarktung der Nachrichten geprägt ist. Vielmehr ein Journalismus „von und für Menschen“, der gerade auf die vielen Menschen achtet, „die heute keine Stimme haben.“

Selten war eine päpstliche Botschaft zum Welttag der Sozialen Kommunikationsmittel aus meiner Sicht so realitätsnah und in seinem Handlungsauftrag so klar formuliert, wie in diesem Jahr. Journalistenverbände, wie DJV und GKP, haben die Rolle des (Qualitäts-) Journalismus im Kampf gegen Fake News, Trolle und alternative Fakten richtigerweise betont. Doch Verleger und Herausgeber haben diesen Ruf bisher überhört. Stattdessen sind eher die „Schaffung eines anzeigenfreundlichen Umfelds“ und der Abbau von (festen) Stellen Alltag in den Redaktionen zwischen Flensburg und München. Von immer neuen Versuchen das Tarifrecht zu umgehen, indem Redaktionen in GmbHs ausgelagert werden, ganz zu schweigen.

Wir brauchen gut ausgebildete und bezahlte Journalisten 

Eins ist klar, wenn wir den (Qualitäts-) Journalismus im Kampf für die Wahrheit stärken wollen, brauchen wir gut ausgebildete und gute bezahlte (Online-) Redakteure, Autoren und Fotografen, etc.. Und dies mit einer langfristigen Perspektive. Sonst wandern junge Journalistinnen und Journalisten weiter in die besser bezahlten Bereiche PR und Werbung ab und Schwächen den Berufsstand weiter.

Ist die Zeit reif für einen Mindestlohn für Internetworker wie ihn publicatio e.V. fordert? Darüber sollten Journalisten, Gewerkschaften, Politik und Verleger in einen Diskurs eintreten. Es wird Zeit, dass eine zukünftige Bundesregierung Besseres auf den Weg bringt, als das Netzwerkdurchsetzungsgesetz (Netz DG), welches die Meinungsfreiheit mehr bedroht als schützt.

„Die Wahrheit macht euch frei“

Und bis es soweit ist, sind Alle (besonders Journalistinnen und Journalisten) gefragt: Lasst uns die Fake News-Schlangen und Trolle aus ihrem (digitalen) Paradies vertreiben. Wenn sie keinen Spielplatz und keine Aufmerksamkeit mehr haben, wird der auf Wahrheit basierte (Qualitäts-) Journalismus wieder die Oberhand gewinnen. Also lasst uns für den Schutz der Wahrheit eintreten, denn „die Wahrheit macht euch frei“ (Joh 8,32), wie Papst Franziskus in seiner Botschaft betonte.

Christian Schnaubelt, Bochum
freier Journalist & Redaktionsleiter explizit.net

Geld ist ein Götze (10.07.2015)

Griechenland braucht die richtige Hilfe, Kredite erzeugen nur Hass

Syriza, ein Kunstwort für “Koalition der radikalen Linken“, will Europa aus der Umklammerung des Geldes befreien, spricht aber über nichts anderes als das Geld. Es gibt zwar wohltönende Aussagen über die Würde des griechischen Volkes, den Geist von Europa, die Wiederherstellung der Demokratie, aber gesprochen wird trotzdem nur über Geld. Es haben allein die Finanzminister miteinander geredet. Auch wenn Ministerpräsident Tsipras aufgetreten ist, ging es nur um Geld. Selbst die antikapitalistische Regierung braucht zuerst einmal Kapital, um dann den Kapitalismus zu überwinden. Offensichtlich sind sich die Antikapitalisten mit den Kapitalisten darin einig, dass das Geld die entscheidende Macht ist. Ist das Geld etwa mit der Abschaffung Gottes an dessen Stelle getreten?

Die göttliche Eigenschaft des Geldes

In Zeiten des Goldes wurden die Götterstatuen mit Gold überzogen. Solange Geld aus Gold und Silber bestand, gab es nur so viel Geld, wie diese Edelmetalle geschürft wurden. Erst als den Gold- und Silbermünzen Eisen u.a. häufiger vorkommende Metalle beigemischt wurden, konnte man das Zahlungsmittel ausweiten. Mit dem gedruckten Geld und dann der Einführung von Konten waren der Vermehrung des Geldes keine Grenzen gesetzt. Da nicht nur eine Zentralbank, sondern jede Bank einem Konto beliebig viel Geld “gutschreiben” kann, ist es dem Menschen möglich, etwas zu bewerkstelligen, was eigentlich eine göttliche Eigenschaft ist: Aus dem Vollen schöpfen, ohne dass der Topf leer wird. Seit die Meere leer gefischt sind und immer mehr Acker- und Weideland zur Wüste wird, hat sich der Mensch ein neues Reservoir “geschaffen”, das nicht zu versiegen scheint: die Geld-Quelle. Wer an die Machbarkeit glaubt, der wird auf beliebige Geldvermehrung setzen. Da sich Kapitalisten wie Linke darin einig sind, dass der Mensch “machen” kann, alle anderen Ressourcen aber begrenzt sind, scheint das Geld die Macht zu sein, mit der er die Erde verwandeln kann. Dieses Schauspiel wurde über Wochen inszeniert. Die EZB hat auch in gewisser Weise mitgespielt, indem sie den griechischen Banken immer wieder neues Geld auf deren Konten “gutgeschrieben” hat. Diese ELA-Kredite, Emergency Liquiditiy Assistance, waren deshalb zuletzt dringend notwendig, weil viele Griechen Ihre Euro-Bestände auf Konten bei ausländischen Banken überwiesen hatten.

Die Euro-Gruppe als Spielverderber

Wenn es wirklich demokratisch zuginge, müsste jeder freie Bürger, aber zumindest jeder freie Staat, die Geldquelle anzapfen können. Dieses müsste umso mehr erlaubt sein, da die Quelle ja unbegrenzt fließt. Aber offensichtlich gibt es Hände, die den Hahn zudrehen können. Das wirkmächtige Wasser fließt dann nicht so, wie es sollte. Diesen Testlauf macht gerade die griechische Bevölkerung  mit. Die Hähne, nämlich die Bankautomaten, geben den Stoff nicht mehr frei. Da aus der Sicht der meisten Griechen die Finanzminister der nordeuropäischen Länder den Südländern das belebende Elixier nicht mehr geben wollen, muss man sie zwingen, den Geldstrom in die Automaten griechischer Banken wieder freizugeben. Aber sind es Dijsselbloem und seine Kollegen, die die übermenschliche Macht des Geldes blockieren?

Der Geldgott hat auch eine strafende Seite

In der Rhetorik des abgetretenen griechischen Geld-Priesters Varoufakis wird die Menschenwürde der Griechen durch das Schuldenkorsett abgewürgt, das die Kreditgeber Griechenland übergestülpt haben. Aber wenn das Geld schon als die nie versiegende Lebenskraft des modernen Lebens inszeniert wird, dann muss man ihm auch die anderen göttlichen Eigenschaften zuschreiben. Es geht nicht nur um Macht, unerschöpfliche Lebenskraft, um schiere Potenz. Damit das Geld dem Menschen tatsächlich nicht nur gutgeschrieben wird, sondern auch “gut tut”, müsste die neue Gottheit auch Verständnis für die menschlichen Schwächen haben, zu “Barmherzigkeit” fähig sein. Das Kapital zeigt jedoch nur eine Fratze, wenn ein Kredit fällig wird. Wie eine antike Gottheit verlangt es Unterwerfung und auch Opfer. Der Baals-Gott, mit dem sich das jüdische Volk auseinandersetzen musste, hat sogar Menschen-Opfer gefordert, damit die Gottheit Fruchtbarkeit zuteilt. Es ist natürlich einfach, den Finanzministern der Eurogruppe die Maske der strafenden Gottheit aufzusetzen. Aber ist es nicht das Geld selbst, das strafend zuschlägt, wenn man ihm übermenschliche Kräfte gibt. Denn es ist eine bloß menschliche Kreatur. Wie alles Menschliche ist es begrenzt. Yanis Varoufakis, da er bereits 1961 geboren wurde, hätte beim Besuch eines kommunistischen Landes die Grenzen des Geldes beobachten können. Es gab genug Geld, aber kaum etwas dafür zum Kaufen. Wegen der festgesetzten Preise hätten die Bewohner der kommunistischen Welt sich für ihr Geld Vieles “leisten” können – wenn es denn die Autos, Fernseher, Telefonanschlüsse gegeben hätte und man in Italien oder Spanien hätte Urlaub machen dürfen. Wenn die “Koalition der radikalen Linken” ihr Konzept einer Staatswirtschaft umsetzen wird, dann wird es eine Planwirtschaft und mit ihr Devisenbewirtschaftung und Importbeschränkungen geben.

Wie alles vom Menschen Geschaffene ist auch das Geld herzlos. Deshalb hält es die Menschen gefangen. Die Propheten des Alten Israel sind mit ihrer Kritik an dem Fruchtbarkeitsgottheit “Baal” aktuell. Dass Tipras und Varoufakis Unglückspropheten sind, soll kurz aufgewiesen werden.

Wer die Menschen ans Geld bindet, lenkt sie ins Unheil

Außerhalb Griechenlands ist den meisten klar, dass die Abhängigkeit der Menschen von immer mehr Krediten auf die Griechen zurückschlägt. Trotzdem haben sie geglaubt, mit Schuldenhalbierung und neuen, zinsgünstigen Krediten, das rettende Ufer zu erreichen. Kredite müssen aber zurückgezahlt werden, auch wenn sie für Medikamente und Armenspeisungen verwandt werden. Kredite schlagen, wenn sie fällig werden, sogar noch tiefere Wunden. Sie nehmen den Menschen nicht nur das, was sie zum Leben brauchen. Sie nehmen noch den Elan. Für die Griechen ist es absehbar, dass sie mit einer Generation die Schuldenlast nicht entscheidend senken können, sondern ihren Kindern und Enkeln eine riesige Last hinterlassen. Die religiösen Vorbehalte gegen das Geld sind nicht nur spiritueller Natur. Geld macht unzufrieden, besonders wenn man glaubt, es stehe einem mehr zu als man in der Hand hat. Geld unterstützt, solange man es ausgeben kann, die Selbstzufriedenheit. Das Leben in die Hand zu nehmen, es verantwortungsvoll zu gestalten, dazu motiviert Geld nicht. Das jetzt 6 Monate andauernde Reden über das Geld hat die Hoffnungsperspektiven der Griechen nur noch mehr verdüstert. Statt hoffnungsgetragenen Aufbrüchen hört man nur Klagen. Die Solidarität der Reichen ist noch mehr verflogen. Ihre Euros haben sie längst aus dem Land geschafft. Der neuen Regierung und ihrer parlamentarischen Mehrheit fehlt die Kraft zu Reformen. Es sind alle Merkmale der Falschpropheten erfüllt: den Menschen ist ihre Lebensfreude genommen, sie fühlen sich abhängig statt frei, die Lasten sind nicht weniger, sondern mehr geworden.

Das Pferd von vorne aufzäumen: Der Realitätsgehalt der Sozialenzykliken

Griechenland ist ein großer volkswirtschaftlicher Testlauf. Er zeigt: Geldprobleme sind nicht mit Geld zu heilen. Ein Staat, eine Völkergemeinschaft, die sich wie die EU auf Geld gründet, erodiert. In seiner Sozial-Enzyklika „Caritas in Veritate“ hat Benedikt XVI. die Wirtschaft in drei Ebenen beschrieben. Die oberste Ebene ist die auf Gewinn ausgerichtete Wirtschaft. Sie braucht die Non-Profit-Unternehmen, um nicht aus dem Ruder zu laufen. Dann hat er eine noch tiefere Ebene eingeführt, nämlich die des Schenkens. Die Wirtschaft beginnt also nicht mit dem Gedanken an den Profit, sondern dass ich von dem etwas zurückgeben soll, was mir geschenkt wurde – das Leben, meine Begabungen, das Know how, das andere in mir entwickelt haben, die Zeit, die mir zur Verfügung steht. Diese Prinzipien könnte man leicht auf die Griechen anwenden. Für die Nordländer wäre es noch gewinnbringender, sie würden die Prinzipien selbst zum Einsatz bringen:

–    Den Griechen Hoffnung und Glauben an sich selbst schenken

–    Die Erfahrungen mit erfolgreichem Wirtschaften weitergeben

–    Mit griechischen Unternehmen kooperieren

–    Schulungen und Weiterbildung anbieten

Die großen Sozialverbände könnten den Non-Profit-Bereich entwickeln. Denn erst eine funktionierende Non-Profit-Wirtschaft bildet die Basis, dass der Profitbereich stabil funktioniert. Zudem verhindert ein ausgebauter Non-Profit-Bereich, dass die einseitige Orientierung der Wirtschaftskräfte am Profit für die Gesamtgesellschaft destruktiv wird.

Deutschland und Österreich könnten ihre Erfahrungen mit Genossenschaften exportieren. Und warum installiert der deutsche Finanzminister nicht Raiffeisenbanken in Griechenland, stattet sie mit genügend Kapital aus und verankert in der Satzung, dass die reichen Griechen gehindert werden, ihr Geld ins Ausland zu transferieren.

So lange Europa nur Kredite gibt, handelt es sich nur Hass ein. Denn so wohltuend sich ein Kredit am Beginn anfühlt, so viel Druck erzeugt er, wenn er fällig wird. Es ist viel für Europa zu tun, will man die Griechen nicht ihren Lügenpropheten überlassen.

Eckhard Bieger S.J.
kath.de-Redaktion

Erpresst nur Griechenland? (26.06.2015)

Griechenland und seinen Schulden – untrennbar verbunden, selbst eine kirchliche Ehe ist einfacher zu annullieren. In diesem Dauerstreit um die Zukunft Griechenlands sagte kürzlich Kanzlerin Merkel, Deutschland lasse sich nicht erpressen. Erpressung wird meist im Zusammenhang von Lösegeldern für Schiffe und Geiseln gebraucht. Wenn der Begriff schon in Umlauf gesetzt wird, müssen wir uns fragen, ob nicht auch Deutschland erpresst.

Die Auflagen, die an den Kredit gebunden sind

IWF, EZB und Europäische Union als Gläubiger Griechenlands versuchen massiv Einfluss auf die griechische Politik zu nehmen. Griechenland benötigt dringend Notkredite. Diese bekommt es jedoch nur unter weitreichenden Auflagen, wie das Land seine Wirtschaft zu reformieren ha. Dabei geht es nicht nur um generelle Ziele und Wege, sondern um spezifische Maßnahmen, etwa die Höhe der Mehrwertsteuer. Deutschland als das wirtschaftlich dominierende Land in Europa ist damit hoch am meisten involviert. Erpressen wir Griechenland?

Die strikten Vorgaben und damit die Einmischung kann man mit dem Kreditbedarf Griechenlands begründen. Die Geldgeber dürfen selber entscheiden, wem sie, unter welchen Bedingungen, Geld geben. Bettler hingegen können nicht wählerisch sein. Außerdem ist Griechenland selbst verantwortlich für seine Schulden.

Die Verantwortung für Griechenlands Schulden

In der momentanen Auseinandersetzung geht es um die Auslandschulden Griechenlands, die auch durch Importüberschüsse aufgelaufen sind. D.h. nicht zuletzt Deutschland hat Griechenland Geld gegeben, um weiter exportieren zu können. Zwar sind diese Schulden inzwischen von IWF und EZB aufgekauft worden, um die Gläubiger vor Verlusten zu schützen. Den privaten Gläubiger wurde bereits 2010 ein Schuldenschnitt abverlangt. Also wird im Moment für die Schuldner der staatlichen Kreditgeber gebürgt. Der Mechanismus ergibt sich aus den Überschüssen im Export. Denn wo es, wie im Falle Griechenlands, mehr Importe als Exporte gibt, muss dem ein Exportüberschuss anderer Länder gegenüberstehen. Prominent ist Deutschland  mit einem Überschuss von 217mrd Euro in 2014 vertreten. Unser Export ist Hauptgrund für das deutsche Wirtschaftswachstum. Dem steht Handelsbilanzdefizite anderer Länder gegenüber. Da diese Länder ihre Schulden nicht durch Exporte abbauen können, brauchen sie Kredite, die nichts anderes als Schulden sind. In Griechenland hatte sich von 1998 bis 2009 eine negative Handelsbilanz von 338 Milliarden Euro aufgestaut.  Alleine in 2008 hatte Deutschland Griechenland gegenüber ein Exportüberschuss von knapp 8 Milliarden Euro.  Deutschland hat also die griechische Verschuldung zugelassen, da das Land mit dem geliehenen Geld am meisten bei uns einkauft haben.

Den dauernden Exportüberschuss muss Deutschland am Ende selbst zahlen

Wenn wir ständig exportieren und dafür nur Schuldscheine und keinen aktualen Gegenwert verlangen, kommen wir irgendwann in die Situation, in der die die Rückzahlung der Schulden nicht mehr realistisch ist. Danach einfach weiter gegen Schuldscheine zu exportieren, ist Unvernunft.

Da wir an Griechenlands Schulden verdienten, haben wir jetzt auch die Pflicht, ihnen zu helfen. Darüber hinaus sind wir durch die Europäische Union eine Gemeinschaft mit Griechenland eingegangen,  auch dies stellt uns vor die Verpflichtung zu helfen. Daher muss Griechenland Deutschland nicht erpressen, Deutschland ist durch seine Verantwortung gezwungen zu helfen. Dabei muss die Balance gefunden werden, wie wir Griechenland helfen können und die nötigen Reformen für eine langfristige Besserstellung umgesetzt werden, ohne Griechenlands Selbstbestimmungsrecht zu verletzen.

Philipp Müller
kath.de-Redaktion