100 Katholikentage – zwischen Romtreue und Kirchenkritik

In Leipzig hat der 100. Katholikentag begonnen. Eine katholische Veranstaltung, die seit 1848 in die Gesellschaft hineinwirkt und das Kaiserreich, den Nationalsozialismus sowie die Teilung Deutschlands überlebt hat. Der Katholikentag wird von Laien organisiert.  Seit den 68´er Jahren bildet der Katholikentag Kritik im Inneren der Kirche wie unter einem Brennglas ab. Ist der Katholikentag, auf dem einst die Erhaltung des Kirchenstaates gefordert wurde, in den vergangenen Jahrzehnten eine Protestveranstaltung gegen die Bischöfe und Rom geworden?

Ein Blick zu den Anfängen

Gegründet wurde der Katholikentag 1848 in den Wirren der Revolution, um den katholischen Gruppierungen in den überwiegend protestantisch dominierten Staaten Deutschlands eine Stimme zu geben. Der Zusammenschluss umfasste neben Deutschen auch Österreicher und Franzosen. Das Hauptanliegen bestand in der Wahrung der Rechte der Katholischen Kirche, etwa 1848 für die Freiheit der Kirche, 1861/62 die Erhaltung des Kirchenstaates mit dem dazugehörigen Land oder 1875 für die Selbstverwaltung des Gemeindevermögens durch die Geistlichkeit.

Neben dem politischen Engagement zeigt sich der Einsatz der Katholikentage aber auch im sozialen Bereich. Schon auf dem 3. Katholikentag wurde das „Bonifatiuswerk“ gegründet, welches die Unterstützung und Förderung der Katholiken in der Diaspora zur Aufgabe hat. Auch die soziale Arbeiterfrage gehört von Anfang an zu den Einsatzgebieten.

Selbstverständnis

Seit der Gründungsstunde tritt der Katholikentag für die bürgerlichen Rechte der Versammlungs-, Vereins- und Pressefreiheit sowie die Gewissens- und Religionsfreiheit ein, die er auch gegenüber der Kirche beansprucht. Wie eng sich die Laien bei allem Disput auch ihren Hirten verpflichtet fühlen, zeigte Adenauer, der beim Katholikentag 1922 auf den Wutausbruch von Kardinal Faulhaber und dessen drohendes Verlassen des Saales reagierte, indem er seinen Vortrag unterbricht und um den Hirtensegen bat.

Den Rahmen der Freiheit verteidigte das Zentralkomitee aber auch 1928 gegenüber dem für Deutschland zuständigen Nuntius Pacelli, der den Katholikentag der katholischen Aktion unterstellen wollte und damit für eine deutlichere Unterstellung unter den Papst warb. Das Komitee lehnte das ab und verwies darauf, dass es „neben dem Priestertum heutzutage ein starkes gläubiges, verantwortliches, mitfühlendes und mittragendes Laientum weitester katholischer Kreise“ gab.

Disput

Der erste Disput zwischen Komitee und Bischöfen kam 1908 wegen der Mitgliedschaft von Frauen zustande. Der Antrag, Frauen als Mitglieder zuzulassen, wurde von der Bischofskonferenz abgelehnt. Erst nach der Unterbrechung durch den 1. Weltkrieg wurden 1921 Frauen den Männern gleichgestellt.

Die Linie der Auseinandersetzung lag aber nicht immer nur zwischen Laien und Bischöfen. 1966 kam es auf dem Katholikentag zur heftigen Diskussion zwischen dem Mainzer Bischof Reuß, der eine Zulassung der Pille anregte, und dem Bamberger Bischof Schneider, der das entschieden zurück wies. Rom hatte sich zu diesem Zeitpunkt noch nicht geäußert.

Als der Papst mit der Enzyklika „Humanae Vitae“ Stellung gegen die Pille bezog, sorgte das für Unverständnis und großen Unmut unter den Gläubigen. Viele fühlten sich bevormundet. Auf dem Katholikentag 1968 kam es bei der Eröffnungsversammlung zu Sprechchören, bei denen sich „linke Fromme“, so die Eigenbezeichnung, gegen Papst und Bischöfe stellten. Der offene Protest fand auch in Protest-Bannern ihren Ausdruck: „Sündig, statt Mündig“ oder „Alle reden von der Pille – Wir nehmen sie“.

In Folge des Katholikentages beschloss die „Deutsche Bischofs Konferenz“ die Würzburger Synode, bei der mit der Sondererlaubnis des Papstes Laien wie Bischöfe in gleicher Weise stimmberechtigt waren. Für eine starke Beteiligung der Laien gaben die Bischöfe zur Vorbereitung  Fragebögen heraus, die mit 4,5 Mio. Antworten auf große Resonanz trafen. Doch die Kritik an Humane Vitae riss auch dann nicht ab und wurde als Last empfunden.

Kirchenkritik

Auf den Katholikentagen wurden auch immer wieder dezidiert kirchenkritische Stimmen eingeladen, wie Hans Küng 2004 oder Drewermann 2014.

Im Jahr 2000 sorgte die 1980 am Rande des Katholikentages gegründete Initiative „Kirche von Unten“ für einen Eklat, als sie eine unerlaubte Abendmahlsfeier mit anderen Konfessionen feierte. Der zelebrierende Priester wurde vorübergehend suspendiert.

Auch Initiativen wie „Wir sind Kirche“ oder der katholische Verein „Donum Vitae“, der gegen die Entscheidung von Rom weiter Schwangerschaftskonfliktberatung durchführt und damit Abtreibungs-Scheine ausstellt, ist auf dem Kirchentag präsent.

In Abgrenzung zu der sich immer wieder auftuenden Kluft zwischen Katholikentag und Kirchenposition gründete sich 2000 das „Zentralkomitee Deutscher Katholiken“, welches mit dem Setting des Katholikentages in einer neuen Veranstaltungsreihe „Kongress Freude am Glauben“ der kirchlichen Position Geltung verschaffen will.

Fazit

Das sich die katholischen Laien für ihr politisches und soziales Engagement in Verbänden organisiert haben, spiegelt sich auch im Katholikentag. Er ist eine Zusammenführung der Verbände und versucht damit die Position und das Stimmungsbild des katholischen Volkes in Deutschland wieder zu geben. Von 1848 bis heute hat sich das Selbstverständnis der deutschen Katholiken im Kontext der gesellschaftlichen Veränderung gewandelt, womit sich auch der Katholikentag verändert hat. Wie die Umfrage zur Familiensynode gezeigt hat, herrscht in den katholischen Kreisen Deutschlands in zahlreichen Punkten Abneigung gegenüber der kirchlichen Haltung. Das zeigt sich auch auf dem Katholikentag.

Schon seit Beginn stellt der Katholikentag nicht nur an die Gesellschaft, sondern auch an die Kirche Ansprüche. Solange das im Geiste eines ehrlichen Ringens mit der Kirche geschieht, kann es einen positiven Dialog freisetzen, wie das etwa bei der Gleichstellung der Frau als Vollmitglied im Zentralkomitee gelungen ist.

Es sollte allerdings auch darauf geachtet werden, dass nicht überwiegend kritisierende, sondern auch kirchliche Position Erläuterung finden. Das scheint in der aktuellen Entwicklung besonders wichtig, da immer weniger Katholiken sich in Vereinen organisieren.  Für die Organisatoren des Katholikentages schwindet die Legitimation über die Vereine und damit der Rückhalt unter den Katholiken. Das Stärken der eigenen Wurzeln und ein stabiler Stand in der Gesellschaft wird zukünftig wieder wichtiger werden. Der 100. Katholikentag in der Stadt Leipzig, wo Christen und Katholiken eine Minderheit bilden, kann dazu neuen Anstoß geben.

Dominique Humm

Die Kirche brennt – wir brauchen Feuerlöscher, keine neuen Fenster

Was werden nicht alles für Rezepte genannt, um gegen die Kirchenaustrittswellen und leeren Gottesdienste vorzugehen. Mitunter klingt es so, als müsse man nur die Kirche renovieren, um das Problem zu lösen. Das jedoch scheint den Ernst der Lage zu verkennen. Die Krise ist viel zu groß, um durch dekorative Ausbesserungen gelöst werden zu können, die Kirche brennt und wir brauchen Feuerlöscher.

Die Krise ist eher eine Katastrophe

In den letzten Jahrzehnten wurde viel schöngeredet, doch es hilft alles nichts: Seit Jahrzehnten gibt es einen Abwärtstrend, und zwar ausschließlich einen Abwärtstrend, in allen Kategorien. Die absoluten Zahlen der Kirchenmitglieder gehen zurück, die Gottesdienstbesucher nehmen ab, die Zahl der Menschen, die sich als Christen bezeichnen und für die der Glauben im biblischen Sinne lebenswichtig ist sinken. Nach der Firmung hat die Kirche die Jugendlichen meist ganz verloren und sie sieht sie vielleicht Jahre später erst bei der Hochzeit wieder. Die Lage ist dramatisch, man kann auch sagen katastrophal. Es scheint immer weniger möglich, Menschen von Christus zu überzeugen. Glaube ist peinlich und lächerlich geworden. Selbst in der Kirche trifft man nicht selten auf Scham, wenn es um Glaube und Kirche geht. Die gesellschaftlichen Vorbilder scheinen längst außerhalb zu sein und ein Bekenntnis zum Atheismus macht beliebter als das Bekenntnis „Katholik“ zu sein. Freude, Spaß und Lifestyle jedenfalls werden nicht mit Kirche verbunden. „Wir machen hier Sterbebegleitung“, sagte mir mal ein Pfarrer, als es um die Zukunft der Gemeinden ging.  Hier gipfelten Jahrzehnte von Pastoralerfahrung in der traurigen Erkenntnis: Es geht letztlich nur darum, den Untergang möglichst menschlich zu verwalten. An eine Umkehr wird nicht mehr geglaubt

Das Schwinden des Glaubens hat eine lange Tradition

In der Geschichte der Kirche und des Christentums ist es nie perfekt gewesen und stets gab es Probleme, Krisen und Auseinandersetzungen. Dass die Kirchlichkeit der 50er Jahre nicht ewig wehren kann, ist selbstverständlich. Was aber neu scheint, ist das Phänomen, dass es diesmal nicht um Fragen der Kirchlichkeit oder Frömmigkeit geht, sondern um den Gottesglauben. Im 18. und mehr noch im 19. Jahrhundert, stößt man auf das Phänomen des bekennenden Atheismus, bei dem es nicht mehr um katholisch oder evangelisch, um Messopfer oder Erinnerungsmahl, sondern um die Leugnung Gottes selbst geht. Eine andere Strömung, die bei Gott nur ein Fragezeichen setzt, der Agnostizismus, das Nichtwissen und Achselzucken zur Frage nach Gott und Glaube, ist dabei heute sehr populär geworden, mitunter bereits eine Mehrheitsposition. Der französische Schriftsteller Emmanuel Carrère macht in seinem Buch „Reich Gottes“ genau auf den modernen agnostischen Zeitgeist aufmerksam. Glauben kann er nicht mehr, allein schon, um in seinen französischen Intellektuellenkreisen ernst genommen zu werden: „mir wurde klar, dass ich mich dafür schämte“, so seine Bewertung einer Konfrontation über seinen Glauben. Aber auch zum Glaubensinhalt selbst stellten sich für ihn kritische Fragen ein, die keine Lösung fanden. Patrick Blossier zitierend schreibt Carrère: „wie schauerlich weht uns dies Alles, wie aus dem Grabe uralter Vergangenheit an! Sollte man glauben, dass so Etwas noch geglaubt wird?“ Carrère beantwortet dies für sich selbst so: „Herr, ich gebe dich auf. Gib du mich nicht auf.“ Über sich sagt er, er sei „ein Ungläubiger, ein Agnostiker – nicht mal gläubig genug, um Atheist zu sein.“
Immerhin scheint bei Carrère die Sehnsucht bei gleichzeitiger Unmöglichkeit ihrer Erfüllung noch da zu sein. Ist nicht genau hier der Ort, wo Kirche ansetzen muss?

Bevor es um Reformen geht, muss über den Glauben geredet werden

Was also will man mit neuen Fenstern, wenn die Kirche brennt? Das Beispiel Carrères scheint symptomatisch für abertausende christliche Biographien zu sein. Er hat seine Entscheidung wohl aus der ganz persönlichen Erfahrung abhängig gemacht. Und dieser Glaubensverlust ist es, der die Kirche wie ein Brand bedroht. Hier wäre es wichtig, Wege zu finden, wie Menschen im Glauben gefestigt und gestärkt werden können. Es erinnert an die Frage Jesu, die besonders für Europa hochaktuell ist: „Wird jedoch der Menschensohn, wenn er kommt, auf der Erde (noch) Glauben vorfinden?“ (Lk, 18,8).
Am Ende zählt, ob der Glaube bewahrt und vermehrt werden kann. Was muss geschehen, damit die Talfahrt nicht immer weitergeht? Sicher scheint, dass Verbands- und Strukturkatholizismen wenig bringen werden, da aus ihnen auch bisher kaum missionarische Impulse hervorgingen. Die Erneuerung wird wohl von kleinen christlichen Gruppen ausgehen, die aus sich heraus missionarisch und ansprechend wirken und so ganz neue Impulse setzen. Die Mitarbeit der Laien für die Glaubensverkündigung ist wichtiger denn je, um in Gesellschaft und Alltag die Rolle des Glaubens aufzuzeigen. Die Worte, die der hl. Franziskus einst empfangen haben soll, scheinen heute akuter denn je: „Geh, Franziskus, und bau meine Kirche wieder auf, die, wie du siehst, in Trümmern liegt.“

Josef Jung

Der Papst und die Frauen

In der vergangenen Woche wurde in Italien ein neues Frauenmagazin vorgestellt. Per se nichts Außergewöhnliches. Doch dieses neu erscheinende Magazin reiht sich nicht in die Riege von Illustrierten ein, die sich auf den Tischen in Wartezimmern stapeln, und über Skandale und Trendfrisuren berichten. Dieses Magazin kommt direkt aus dem Vatikan und trägt den Titel „Donne – Chiesa – Mondo“ auf Deutsch: Frauen – Kirche – Welt. Das Thema der ersten Ausgabe lautet „Mariä Heimsuchung“ und verdeutlicht welche Intention hinter der Zeitschrift steckt: Kommunikation von Frau zu Frau.

„Frauen, die ans Licht bringen und der Welt kundtun, was andere Frauen zu
sagen haben.“
Lucetta Scaraffia

Damit kommentierte die Schriftleiterin des neuen Magazins, Lucetta Scaraffia, nicht nur das Thema der ersten Ausgabe, sondern auch den Schwerpunkt der gesamten Zeitschrift. Die Redaktion besteht ausschließlich aus Frauen. Neben Ordensschwestern eines ökumenischen Klosters gehören auch eine afrikanische Theologin, sowie eine jüdische Historikerin zum Autorenteam. Unter diesen Voraussetzungen kann ein umfangreiches Themenfeld garantiert sein, dessen Fokus nicht allein auf der katholischen Sichtweise beschränkt ist, sondern Perspektiven und Impulse über Landes- und Konfessionsgrenzen hinaus bietet. Inhaltlich geht es um biblische Themen, Kunst, Spiritualität und natürlich um „die Frau“.

Sein Vorgänger legte den Grundstein

Der Impuls zur Gründung eines Frauenmagazins im Vatikan kam 2012 von dem damaligen Papst Benedikt XVI, der in den Medien oftmals als „konservativer Dogmatiker“ bezeichnet wurde. Er forderte, dass Frauen eine stärkere Medienpräsenz in der päpstlichen Tageszeitung L‘Osservatore Romano zeigen und mehr über sie berichtet werden sollte. Daraufhin erschien noch im selben Jahr die monatliche Beilage „Frauen – Kirche – Welt“. Sie wurde so gut aufgenommen, dass das Beiheft auch noch in englischer, französischer und spanischer Sprache herausgebracht wurde.

Der Name und die monatliche Erscheinung haben sich bis heute nicht geändert. Der Umfang wurde jedoch auf 40 Seiten erweitert und obwohl sie auch weiterhin zusammen mit dem Osservatore ausgeliefert wird, erscheint sie als eigenständige Zeitschrift. Frauen erhalten künftig ein eigenes Sprachrohr, um für sie relevante Themen anzusprechen.

„Kirche ohne Frauen kann nicht funktionieren“

Wie steht Papst Franziskus zu der „interkulturellen Revolution“ der Frau im Katholizismus? Im ersten Jahr seiner Amtszeit erinnerte er noch einmal daran, dass es „die“ und nicht „der“ Kirche heißt und die Kirche folglich eine Frau sei. Immer wieder zollt er Frauen den Respekt für ihre Rolle in der Familie und als Mutter, nennt sie sogar wichtiger für die Kirche als Männer. Auch den Frauen, die nicht nach dem Familienbild der katholischen Kirche oder in Prostitution leben, bringt er Verständnis entgegen. Er fordert eine stärkere Einbindung und aktivere Rolle von Frauen im kirchlichen Leben und begrüßt die weibliche Perspektive im katholischen Diskurs. Mit der Herausgabe der „Frauen- Kirche – Welt“ setzt der Vatikan ein Zeichen, dass Frauen von der Kirche ernst genommen und gehört werden. Die Redakteurinnen wollen mit ihren Beiträgen auch keine feministische Revolution im Vatikan auslösen, betonte Schriftleiterin Lucetta Scarafia, sondern nur auf sich und ihre Funktion in der Kirche aufmerksam machen.

Jede fünfte Angestellte im Vatikan ist eine Frau

Eine Frage, die sich in diesem Zusammenhang stellt, ist, ob die stärkere Medienpräsenz von Frauen im Vatikan als ein erster Schritt in Richtung Priesterweihe für Frauen angesehen werden kann. Zu dieser Frage äußert der Papst ein klares „Nein“. Ein Zugang zu allen Kirchenämtern, solle mit der Stärkung der Frauenrolle nicht erreicht werden. Franziskus betonte gleichzeitig, dass Frauen das Priesteramt nicht aufgrund mangelnder Fähigkeiten verweigert werde, sondern, dass „eine gründliche Theologie der Frau fehlt“. Nachdem Papst Johannes Paul II. Anfang der 90er Jahre bestimmte

„…dass die Kirche keinerlei Vollmacht hat, Frauen die Priesterweihe zu spenden,
und dass sich alle Gläubigen der Kirche endgültig an diese Entscheidung zu halten haben.“
Papst Johannes Paul II – Ordinatio Sacerdotalis

stagnierte das Thema. Theoretisch gesehen, stehen Frauen heute andere Leitungspositionen in der Kirche offen. Tatsächlich ist der Frauenanteil unter den im Vatikan Beschäftigten in den letzten Jahren um rund 6 % gestiegen, ließ Radio Vatikan kürzlich verlauten. Diese Entwicklung ist kein Meilenstein angesichts der Tatsache, dass Frauen Bereichen mit hoher Verantwortung in der Römischen Kurie weiterhin verwehrt bleiben. Man darf allerdings nicht außer Acht lassen, dass die Emanzipation in der Kirche erst im vergangenen Jahrhundert Gestalt angenommen hat. Vor diesem Hintergrund sollte man jede aktive Handlung als einen Fortschritt betrachten, selbst die Herausgabe eines Magazins.

Kerstin Burton