Blogözese im “Jahr des Glaubens”

Bloggen über das Credo – ein Vorschlag


“Der heutige… Mensch hört lieber auf Zeugen als auf Gelehrte, und wenn er auf Gelehrte hört, dann deshalb, weil sie Zeugen sind.” (Evangelii nuntiandi Nr. 41)

Fundamentale Fragen hören statt innerkirchliche Konflikte

Papst Benedikt XVI. hat ein “Jahr des Glaubens” ausgerufen. Norbert Kebekus beobachtet momentan ein “Abarbeiten” der verschiedenen Parteien innerhalb der Kirche, das sei “nicht besonders missionarisch”. Innerkirchliche Konflikte gäben nach außen ein schwaches Bild ab. “Die Gemeinde der Gläubigen war ein Herz und eine Seele” (Apg 4,32). Die Frage sei, ob es Basics sind, über die wir schreiben. Es werde viel über liturgische Feinheiten gebloggt, Mundkommunion, Handkommunion, liturgische Nachlässigkeiten. Der Großteil der Menschen verstünde dies aber alles das nicht und sie interessierten sich auch nicht dafür, denn sie hätten viel fundamentalere Fragen.

Im Jahr des Glaubens, so die Idee, könnte man anhand des Credos positiv beschreiben, was uns Christen wichtig ist und wofür wir eigentlich stehen.

Der Vorschlag von Norbert Kebekus (Erzbistum Freiburg) und Andrea Imbsweiler (KAMP) konkret:

Ein GemeinschaftsBLOG zum Apostolischen Glaubensbekenntnisses.
Das Credo soll offenbar in Monatsthemen aufgeteilt werden, es ist sowieso schon in zwölf Abschnitte geteilt. Dann kann jede_r von uns jeweils bloggen, sehr individuell, z.B. ein persönliches Zeugnis über Heilige; Zeichnungen, philosophische Abhandlungen… u.v.a.m. Ergänzt werden kann dies durch Links, Literaturtipps; Zeugnisse bei YouTube sind auch vorstellbar. Zeitraum: 11. Oktober 2012 – 24. November 2013. Das “Ich glaube”, also der Akt des Glaubens, könnte nochmal ein eigenes Thema sein. Glauben nicht nur als intellektueller Akt, sondern Treue und Festigkeit (aus dem Hebräischen), auch in der Kommunikation mit Atheisten, Agnostikern, religiös Unmusikalischen. Im Credo taucht “Gott ist die Liebe” nicht auf, denn das war immer klar. Das Motu Proprio zum Jahr des Glaubens beginnt aber damit.

Dieser Vorschlag wurde lebendig in Kleingruppen und schließlich äußerst intensiv im Plenum vorangetrieben, diskutiert und debattiert. In der Diskussion wurde deutlich, dass es unter den Blogger_innen sehr kontroverse Auffassungen zur Frage des Bloggens über das Glaubensbekenntnis gibt.

Am Ende der Tagung wurden schon einige erste Absprachen zu dem Projekt getroffen, vieles ist auch noch offen geblieben und wird im Verlauf der nächsten Wochen und Monate geklärt. Beteiligt werden sollen natürlich nicht nur die Teilnehmenden der Tagung, sondern die ganze Blogözese. kath.de wird an dem Projekt dranbleiben und weiter darüber berichten.

Bloggen und Bloggertreffen motivieren – das zeigen die Rückmeldungen der Blogger_innen in der Abschlussrunde.

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