Wochenende der Riten (29.04.2011)

Nicht nur der Fußball mit seinen Kämpfen erobert die Fernsehschirme, sondern auch das Mysterium der Hochzeit. Das kann England am besten inszenieren. Früher hatte das sogar eine politische Bedeutung, denn durch Heiraten wurden politische Bündnisse geschlossen. Da es politisch nicht mehr von Bedeutung ist, ob der englische Thronfolger eine Spanierin heiratet oder die zukünftige  Königin einen deutschen Prinzen, kann man sich ganz der Symbolik widmen. Das englische Paar bringt die Ehe wieder ins Gespräch, Zeitschriften und Radioprogramme widmen dem Thema Beiträge.

Es wird deutlich, dass die Hochzeit nicht nur ein Vertrag zur gegenseitigen Unterstützung und Kooperation bei der Aufzucht von Kindern ist, sondern etwas Geheimnisvolles hat. Zumindest ist die menschliche Natur so angelegt, dass für beide Partner die Intuition zur Sicherheit wird: Er bzw. sie „ist es“. Das ist schon erstaunlich, denn wie viele junge Frauen hätten nicht ein Angebot des englischen Thronfolgers angenommen, ob aus Liebe oder weil sie von der Ehre überwältigt worden wären. Aber es ist nicht irgendeine, sondern nur diese, Kate Middleton.

Aber die Hochzeit ist noch mehr, nämlich eine Familienzusammenführung. Ein Mädchen, das der Enkel irgendwie kennenglernt hat, wird jetzt vom Vater zur Schwiegertochter adoptiert und damit auch von der Königin in die Familie aufgenommen. Sie ist nicht mehr bloß Freundin des Sohnes, auch nicht mehr Verlobte, sondern wird zur Tochter. Das ist gerade in einem Königshaus notwendig, trifft aber auf jede Familie zu. Die jetzt als Schwiegertochter sozusagen Adoptierte soll den Thronfolger zur Welt bringen. Damit wird die ganze Familie Middleton zu Verwandten der Königin und umgekehrt auch.

Die Erhebung zur Ehre der Altäre

In London wurde am Freitag rituell vollzogen, was vorher schon alles vereinbart war. Nicht anders in Rom. Hier wird feierlich vollzogen, was im Seligsprechungsverfahren für Johannes Paul II. sorgfältig abgewogen wurde. Allerdings war die Heiligsprechung eigentlich schon bei den Trauerfeierlichkeiten vollzogen, die Vielen, die nach Rom gekommen waren, hätten der frühen Kirche genügt, dass dieser Mensch im Rufe der Heiligkeit gestorben sein und daher gleich heiliggesprochen werden musste.

Im Rückblick auf die Trauerfeier im Jahr 2004 wird dann auch offensichtlich, dass das Heiligsprechungsverfahren überarbeitet werden muss. Denn als letzter Erweis der Heiligkeit gilt ein Wunder, worunter man eine Krankenheilung versteht. Aber die Leute sind damals nicht nach Rom geströmt, weil der Papst wie Pater Pio Wunder an Leib und Seele wirkte, seine Wunderkraft lag vielmehr auf der politischen Ebene. Er hat allein durch seine Predigten wesentlich dazu beigetragen, dass der Kommunismus zuerst in Polen zusammenbrach. Auch der Diktator Duvalier in Haiti wurde nach seinem Besuch dort gestürzt. Es waren auch nicht allein die Polen, die das so gesehen haben.

Nun ist es gut, dass der Vatikan nicht immer gleich reagiert, so wie wir das inzwischen von der Politik gewohnt sind. Aber trotzdem verstellt es die spirituelle Kraft des verstorbenen Papstes, wenn man auf dem Erweis einer Krankenheilung besteht. Menschen aus einer Diktatur herauszuführen, war schon der Auftrag an Moses gewesen. Dass auf sein Geheiß der Wind das Rote Meer zur Seite blies, damit die Israeliten hindurchziehen konnten, das hat Johannes Paul II. nicht durch seinen Stab, sondern durch seine Worte erreicht.

Trotz dieser Einführung des Seligsprechungsverfahrens wird der Ritus in Rom Ähnliches bewirken wie der in London: Werte werden überzeugend dargestellt.

Weil die Politik das nicht mehr kann, entdecken die Menschen die Kraft der Riten neu.

Eckhard Bieger S.J.
kath.de-Redaktion

 

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Der Islam, China und das Christentum (22.04.2011)

Karfreitag und die Kraft der Gewaltlosigkeit

 

Als Jesus hingerichtet wurde, war Palästina voller politischer Spannungen. Es gab eine Besatzungsmacht, in Jerusalem einen Hohen Rat, der eine Ebene mit den Römern finden musste, damit die Spannungen nicht eskalierten. Denn, wie in China oder Libyen, die Machthaber würden einfach mit Gewalt reagieren. Das Johannesevangelium berichtet von diesem politischen Kalkül:

Nach der Auferweckung des Lazarus „beriefen die Hohenpriester und die Pharisäer eine Versammlung des Hohen Rates ein. Sie sagten: Was sollen wir tun? Dieser Mensch tut viele Zeichen. Wenn wir ihn gewähren lassen, werden alle an ihn glauben. Dann werden die Römer kommen und uns die heilige Stätte und das Volk nehmen. Einer von ihnen, Kajaphas, der Hohepriester jenes Jahres, sagte zu ihnen: Ihr versteht überhaupt nichts. Ihr bedenkt nicht, dass es besser für euch ist, wenn ein einziger Mensch für das Volk stirbt, als wenn das ganze Volk zugrunde geht.“ Kap. 11,47-50

 

Es ging nicht nur um die Verhinderung einer politischen Eskalation, sondern auch um die Macht des Hohen Rates selbst. Er war nicht nur politische Autorität mit Gerichtsvollmacht, sondern auch die religiöse Autorität für die Juden, vergleichbar der Al-Azhar-Universität in Kairo für den sunnitischen Islam. Wäre Jesus tatsächlich der Messias, dann hätte er die höchste Autorität.

Ähnlich liegt der Anspruch der kommunistischen Partei in China. Dort werden der Künstler Ai Weiwei und der Nobelpreisträger Liu Xianbin wegen „Staatsgefährdung“ angeklagt. Sie gefährden die ideologische Oberhoheit des Politbüros. Während Gaddafi eher wie die Römer reagiert, verhält sich die Parteiführung in China wie der jüdische Hohe Rat, ohne sich mit einer Besatzungsmacht arrangieren zu müssen – wohl aber mit der internationalen Öffentlichkeit.

Christen wie auch Demokraten wissen, dass Ideen am Ende stärker sind als Polizeisysteme und sogar schwere Panzer und Artillerie.

 

Ideen brauchen Gewaltlosigkeit

Die Geschichte der Jesusbewegung zeigt, dass der strikte Gewaltverzicht erst den Erfolg einer Idee ermöglicht. Die Idee muss ihre Kraft zeigen – und die kann nicht dadurch bewiesen werden, dass sie mit Waffen durchgesetzt wird. Denn die Verfügbarkeit über Waffen setzt politische Macht voraus. Ideen – und gerade die in der Bibel niedergelegten, sollen sich aber nicht durch Waffen erweisen, sondern den Einsatz von Machtmitteln mäßigen und Waffen überflüssig wachen. Die Ideen sind in der Moderne die Menschenrechte und nicht das Geld, welche die Welt regieren sollen. Das hat für das Christentum Konsequenzen, die unser Denken beanspruchen.

 

Christentum und Islam

Der Erweis der Richtigkeit des christlichen Verständnisses liegt nicht in einer politischen Machtdemonstration. Die Urerfahrung ist die vollständige Ohnmacht des Messias. Die Ursprungserfahrung des Islam ist im Unterschied dazu nicht Ohnmacht, sondern der Sieg Mohameds über seine Heimatstadt Mekka. Er war wegen seiner Prophetenberufung von dort vertrieben worden, konnte aber 630 die Stadt mit militärischen Mitteln weitgehend kampflos einnehmen. Für die Muslime zeigt sich in diesem Sieg die Herrschaft Allahs in dieser Welt. Es ist verständlich, dass diese ersten Erweise des Islams als der gottgefälligen Religion auch heute die Mentalität prägen.

 

China und die Religion

Die latente Gewaltbereitschaft der Muslime ist ein entscheidender Faktor für die religiöse Zukunft Chinas. Im Blick auf die Auslandschinesen, die frei ihre Religion wählen können, zeigt sich, dass der Islam kaum Anziehungskraft ausübt. Der Grund ist das in der chinesischen Kultur verankerte Streben nach Ausgleich. China will nicht die Extreme betonen. Das zeigt sich in der jetzigen Situation. China will das Chaos vermeiden, das nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion ganz Asien in Mitleidenschaft zog.

In China genießt das Christentum allerdings nicht wegen seiner Gewaltlosigkeit die entscheidende Attraktion, sondern weil es auf die Sehnsucht nach Transzendenz antwortet. Und hier liegt die eigentliche Schwäche der kommunistischen Partei: Sie hat zwar wirtschaftliche Entwicklung zugelassen, jedoch keine neuen Ideen. Deshalb sind nicht Waffen, sondern Ideen die größte Bedrohung für die Herrschaft der Partei.

 

Die Juden und die Gewalt

Militärische Siege spielten für die Juden eine ähnliche Rolle wie für die Muslime. Der große König David ist nicht nur der Dichter vieler Psalmen, sondern auch ein überaus erfolgreicher Heerführer, der Israel von den Überfällen der Philister, die übrigens im heutigen Gaza ihre Städte hatten, endgültig befreite.

Die heutige Grundeinstellung des Staates Israel zur Gewalt wurzelt nicht zuletzt in der Erfahrung der Ohnmacht gegenüber der nationalsozialistischen Vernichtung der Juden. Aber es ist nicht die Idee des Judentums, wie sie nach dem Ende des jüdischen Königreiches durch die Zerstörung Jerusalems 586 v. Chr. durch Nebukadnezar entwickelt wurde. Die Erfahrung der Ohnmacht führte zu einem tieferen Verständnis des Handelns Gottes. Letztlich geht es um das Vertrauen, dass Gott die Herzen wirklich ändern kann. Jeremias schreibt es Israel ins Gedächtnis:

„Das wird der Bund sein, den ich nach diesen Tagen mit dem Haus Israel schließe – Spruch des Herrn: Ich lege mein Gesetz in sie hinein und schreibe es auf ihr Herz. Ich werde ihr Gott sein und sie werden mein Volk sein. Keiner wird mehr den andern belehren, man wird nicht zueinander sagen: Erkennt den Herrn!, sondern sie alle, Klein und Groß, werden mich erkennen – Spruch des Herrn. Denn ich verzeihe ihnen die Schuld, an ihre Sünde denke ich nicht mehr.“ Kap. 33,33f

Sowohl Juden als auch Muslime legen auf das innere Hören des Gesetzes den Akzent, entscheidend für die Zukunft ist jedoch die Gewaltlosigkeit. Wenn die Christen, nicht zuletzt die USA, sich dazu durchringen, hat das Christentum eine Zukunft.

 

Worin besteht der Sieg des Christentums?
Ostern besingen wir den Sieg des Messias über den Tod. Nicht durch Drohung mit dem Tod siegen, sondern den Tod überwinden, das ist keine einfache Antwort, sie setzt den Karfreitag voraus.

 

Eckhard Bieger S.J.
kath.de-Redaktion

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Der Dialog hat noch nicht begonnen (15.04.2011)

Was der katholischen Kirche in Deutschland abgeht

Ein Dialog soll die Sache der katholischen Kirche wenden. Nicht erst die Austrittszahlen haben deutlich gemacht, dass das Schiff sinkt. Die Stimmung der Mannschaft, ob Bischofskonferenz, Theologieprofessoren, Laiengremien u.a. lässt auf keine Trendwende hoffen. Aber, so fragt sich der verwunderte Katholik, hat Christus das deutsche Beiboot des Schiffes Petri verlassen? Wahrscheinlich nicht, vielleicht haben die deutschen Katholiken aber Gott verlassen, so dass er gar keinen Platz mehr auf dem deutschen Beiboot hat.

 

Die Bischöfe haben keine Themen

Seit Monaten wird der Dialog angekündigt, aber über was wollen die Ankündiger eigentlich reden? Es ist kein brennendes Thema, das dialogbedürftig wäre, ins Gespräch gekommen. Was brennt den Bischöfen, so sie als Bischofskonferenz auftreten, unter den Nägeln, dass sie mit den Katholiken, ob Laien oder Priester, theologischerWissenschaft oder katholischen Journalisten ins Gespräch kommen wollen? Man spürt eher die Angst, dass der Dialog aus dem Ruder laufen könnte und es werden gleich einige Themen als nicht „ergebnisoffen“ deklariert. Jeder weiß, dass es da immer um den Zölibat gehen muss.

 

Die Theologieprofessoren: Verhandlung ist nicht Dialog

Über 200 Theologen, viele aktive und emeritierte Professoren deutscher theologischer Fakultäten haben das Dialogangebot des Vorsitzenden der Bischofskonferenz angenommen  und zugleich „umfunktioniert“. Sie haben ihr Memorandum ähnlich auf den Tischgelegt wie Gewerkschaften ihre Lohnforderungen. Es sind die Themen der siebziger Jahre, Abschaffung des Zölibats, kirchlicher Segen für Geschiedene, die wieder geheiratet haben, dauerhafte Partnerschaft von Homosexuellen mit kirchlichem Segen und eine spezielle Gerichtsbarkeit, die den Theologen und Theologinnen erlauben soll, gegen eine Verweigerung des „nihil obstat“, auf einem kirchlich gebahnten Rechtsweg vorzugehen. Der Vatikan behält sichnämlich vor, Professoren die Lehrerlaubnis an kirchlichen Fakultäten und Hochschule zu verweigern, ohne dass die Einsprüche der Betroffenen von einer unabhängigen Instanz geprüft werden.

 

Das Memorandum der Theologieprofessoren ist aber kein Beitrag zu einem Dialog. Vielmehr wollen die Abhängigen verhandeln können mit denen, die entscheiden. Diese andere Seite nennt man Amtskirche. Aber haben die Theologieprofessoren nicht auch ein Amt? Jeder Student erfährt das nicht nur in der Prüfung. Die Professoren haben andere Befugnisse als die Bischöfe, aber wer die Diplomprüfung nicht besteht, kann weder als zukünftiger Priester noch als Pastoralassistent, -assistentin tätig werden.

 

Man kann den Professoren zugute halten, dass sie, außer in der Sache einer kirchlichen Gerichtsbarkeit für abgelehnte Professoren, nicht in eigener Sache reden, sondern Anliegen der Katholiken aufgreifen. Aber wie könnte das im Dialog gehen? Verhandeln beginnt so, dass die eine Seite ihre Forderungen auf den Tisch legt und dann möglichst viele der Forderungen durchzusetzen versucht. Was wäre aber Dialog?

 

Dialog setzt den Willen zur Wahrheit voraus

Wer verhandelt, will Forderungen durchsetzen. Wer in einen Dialog eintritt, will Erkenntnis. Im Dialog liegt deshalb eine Verheißung. Es ist  nicht die, einen Kampf zu gewinnen, sondern der Wahrheit näher zu kommen. Das setzt aber voraus, dass ich dem anderen zutraue, dass er einen anderen Zipfel der Wahrheit erfasst hat als ich. Wenn alle ihre Sicht der Dinge, zu einem Sachverhalt, einem Problem beitragen, kommt langsam ein größerer Teil der Wahrheit ans Licht. Dialog fängt daher nicht mit einer Forderung oder einem Statement, sondern mit einer Frage an. Erst wer fragt und zuhört, gewinnt im Dialog Neues. Schaut man sich die tragenden Institutionen der katholischen Kirche in Deutschland an, dann scheint nicht nur der Bischofskonferenz, sondern auch der theologischen Wissenschaft wie auch dem Zentralkomitee als Organ der katholischen Kirche die Hoffnung abhanden gekommen zu sein scheint. Wer den bisherigen Verlauf der Dialoginitiative des Vorsitzenden der Bischofskonferenz verfolgt (von der Dialog-Initiative seines Heimatbistumsfreiburg abgesehen), muss die katholische Kirche in Deutschland eigentlichabschreiben. Ihr fehlt die Voraussetzung für einen Dialog, nämlich dass sie für Neues offen ist, das für die Zukunft Leben verheißt.

 

Dialog im Christentum ist Geist-bewegt

Dialog entspricht der menschlichen Begrenztheit, nämlich dass jeder Verstand endlich ist und nur einen Ausschnitt der Wachheit erfassen kann. Die „ganze Wahrheit“ wird nur zugänglich, wenn ich mich auf die Sicht der anderen einlasse. Zielpunkt muss die Wahrheit sein. Ein Dialog ist aber noch in einer anderen Hinsicht begrenzt, nämlich zeitlich und thematisch. Man kann nicht beliebig viele Themen in einem Dialog gründlich behandeln. Deshalb muss derjenige, der den Dialog anbietet, auch sagen, zu welcher Frage er die Sicht der anderen zu erfahren wünscht.

 

Eine Frage zum Thema Zölibat wäre dann weiter zu fassen, nämlichwarum er in den letzten Jahrzehnten so schwer lebbar ist. Vergleicht man die letzten 30 Jahre mit der Zeit vor dem II. Weltkrieg, dann gab es trotz Industriegesellschaft und Kampf der Ideologien einen sehr großen Priesternachwuchs. Was hat sich geändert? Man wird dann darauf kommen, dass die Rolle des Priesters innerhalb der Theologie des II. Vatikanischen Konzils noch immer nicht so bestimmt ist, dass der Beruf auf mehr junge Männer anziehend wirkt. Die katholische Kirche in Deutschland behauptet, dass sie dringend Priester braucht und sich mit sog. „Viri probati“, älteren, „erprobten“ Männern zufrieden geben würde, aber sie will offensichtlich nicht die Priester, wie sie die Gemeinden bis in die sechziger Jahre haben wollten.

 

Es gibt noch andere interessante Frage zur Situation in Deutschland, z.B. wie die katholische Kirche auf das neue Interesse am Religiösen in den jüngeren Altersgruppen eingehen kann.

 

Weiter ist der Weg zum Glauben neu zu erkunden. Wie können Menschen den Glauben kennenlernen, die in einem Elternhaus ohne religiöse Praxis aufgewachsen sind?

 

Dafür gibt es Antworten, wenn man auf den Geist Gottes hört. Denn in einem christlich verstandenen Dialog kommt nicht nur die Wahrheit der Vernunft, die an der göttlichen Vernunft teilhat, zum Vorschein, sondern auch das, was der „Geist zu den Gemeinden spricht“.  Auch die katholischeKirche in Deutschland kann damit rechnen, dass der Geist eine neue Gestalt der Kirche bereits in einzelnen Gruppen und Gemeinden Wirklichkeit werden lässt.

 

Über seine Erkundungsreise auf der Suche nach einer neuen Gestalt der Kirche in Deutschland hat Christian Hennecke sich weltweit umgesehen und auch in Deutschland Spuren gefunden, die in die Zukunft weisen.

 

In „Glänzende Aussichten, Wie die Kirche über sich hinauswächst“, finden sich Berichte, die durch Zuhören entstanden sind. Sie zeigen, dass Deutschland nicht mehr an der Spitze der kirchlichen Entwicklungen steht, sondern von Südafrika, dem Kongo, Indien und Lateinamerika viel übernehmen kann.

 

Eckhard Bieger S.J.

kath.de-Redaktion

 

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